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Leichte Sprache & Einfache Sprache: Texte verständlich umwandeln

Kostenloser KI-Übersetzer für Verträge, Bescheide und Behördenbriefe – in verständliche Alltagssprache

Über 16 Millionen Erwachsene in Deutschland haben Schwierigkeiten, Behördenbriefe, Verträge oder Steuerbescheide zu verstehen. Kein Wunder: Juristische Texte strotzen vor Fachbegriffen, Schachtelsätzen und Verweisen auf Paragraphen. Leichte Sprache und Einfache Sprache machen solche Texte verständlich – und mit KI-Tools wie klaro.legal kannst du deinen Text kostenlos in verständliche Alltagssprache umwandeln. Einfach Dokument hochladen und Klausel für Klausel erklärt bekommen.

Was ist Leichte Sprache?

Leichte Sprache ist eine besonders einfache Form der deutschen Sprache. Sie wurde ursprünglich für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Behinderung entwickelt, wird inzwischen aber von deutlich mehr Menschen genutzt. Seit dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) müssen Bundesbehörden Informationen auch in Leichter Sprache anbieten, etwa auf Webseiten oder bei zentralen Formularen. Ziel ist es, Texte so aufzubereiten, dass sie auch ohne Vorwissen und ohne Hilfe verstanden werden können.

Die wichtigsten Regeln der Leichten Sprache

Kurze Sätze

Jeder Satz hat nur eine Aussage. Maximal 8-12 Wörter pro Satz. Nebensätze, Einschübe und Kommawürste werden vermieden, damit der Blick beim Lesen nicht verloren geht.

Einfache Wörter

Keine Fremd- oder Fachwörter. Schwierige Wörter werden erklärt oder durch einfache ersetzt. Zusammengesetzte Wörter wie 'Aufenthaltserlaubnis' werden oft mit einem Bindestrich getrennt: 'Aufenthalts-Erlaubnis', damit sie leichter lesbar sind.

Klarer Aufbau

Jeder Absatz behandelt nur ein Thema. Überschriften sagen, worum es geht. Ein Gedanke pro Zeile, viel Weißraum und eine große, gut lesbare Schrift gehören ebenfalls zu den Gestaltungsregeln.

Bilder helfen

Bilder und Symbole unterstützen das Verstehen. Sie zeigen, was der Text sagt, und dienen als zusätzlicher Anker für Menschen, die beim reinen Lesen schneller den Faden verlieren.

Direkte Ansprache

Der Text spricht den Leser direkt an: Du oder Sie. Keine unpersönlichen Formulierungen wie 'es wird gebeten' oder 'seitens der Behörde'. Stattdessen: 'Sie müssen...' oder 'Wir bitten Sie...'.

Keine Verneinungen

Statt 'Das ist nicht verboten' schreibt man 'Das ist erlaubt'. Positive Aussagen sind leichter zu verstehen. Doppelte Verneinungen wie 'nicht unzulässig' werden komplett vermieden, weil sie im Kopf mühsam aufgelöst werden müssen.

Offizieller Standard

Leichte Sprache folgt dem Regelwerk des Netzwerks Leichte Sprache und der DIN SPEC 33429. Texte in Leichter Sprache werden von Prüfgruppen aus der Zielgruppe getestet – Menschen mit Lernschwierigkeiten lesen den Text und geben Rückmeldung, ob er verständlich ist. Erst nach dieser Prüfung gilt ein Text offiziell als 'geprüfte Leichte Sprache'.

Die 6 Regeln der Leichten Sprache: Kurze Sätze, einfache Wörter, klarer Aufbau, Bilder, direkte Ansprache, keine Verneinungen

Was ist Einfache Sprache?

Einfache Sprache liegt zwischen Leichter Sprache und Standardsprache. Sie richtet sich an alle, die komplizierte Texte schwer verstehen – nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Menschen mit geringen Deutschkenntnissen, ältere Menschen oder einfach jeden, der mit Behördendeutsch nichts anfangen kann. Anders als Leichte Sprache muss Einfache Sprache nicht jede Regel starr befolgen, sondern orientiert sich am Ziel: schnelles, mühelosens Verstehen beim ersten Lesen.

Merkmale der Einfachen Sprache

Kürzere Sätze

Maximal 15-20 Wörter pro Satz. Schachtelsätzen werden aufgelöst, sodass aus einem verschachtelten Behördensatz oft zwei oder drei klare Einzelsätze entstehen.

Fachwörter erklärt

Fachbegriffe dürfen vorkommen, werden aber sofort erklärt. Ein Begriff wie 'Widerspruchsfrist' bleibt stehen, wird aber direkt im Satz oder in Klammern erläutert.

Klare Struktur

Logischer Aufbau, Absätze, Überschriften und Listen. Wichtige Informationen wie Fristen oder Beträge stehen an prominenter Stelle, nicht versteckt im Fließtext.

Alltagssprache

Formulierungen wie im normalen Gespräch. Kein Amtsdeutsch, kein Juristendeutsch. Aktive Sätze statt Passivkonstruktionen: 'Das Amt prüft Ihren Antrag' statt 'Der Antrag wird geprüft'.

Internationaler Standard

Einfache Sprache orientiert sich an der ISO 24495-1 (Plain Language). Anders als Leichte Sprache ist sie kein fest definiertes Regelwerk mit exakten Wort- und Satzlängen, sondern ein Prinzip: Texte so schreiben, dass die Zielgruppe sie beim ersten Lesen versteht, ohne nachschlagen oder mehrfach lesen zu müssen.

Unterschied: Leichte Sprache vs. Einfache Sprache

Beide machen Texte verständlicher, aber für unterschiedliche Zielgruppen und nach unterschiedlichen Regeln. Wer entscheiden will, welche Variante für einen bestimmten Text passt, kann sich an folgenden Kriterien orientieren.

Millionen Erwachsene in Deutschland mit Verständnisschwierigkeiten
Quelle: LEO-Studie 2018 (Universität Hamburg), Statistisches Bundesamt

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MerkmalLeichte SpracheEinfache Sprache
ZielgruppeMenschen mit Lernschwierigkeiten, geistiger BehinderungAlle, die komplizierte Texte schwer verstehen
SprachniveauA1-A2 (sehr einfach)A2-B1 (allgemein verständlich)
RegelwerkFestes Regelwerk (DIN SPEC 33429)Orientierung an ISO 24495-1 (Plain Language)
SatzlängeMax. 8-12 WörterMax. 15-20 Wörter
QualitätssicherungPrüfung durch Prüfgruppen aus der ZielgruppeKeine Pflicht zur externen Prüfung
Professionelle Übersetzung65-260€ pro Normseite (inkl. Prüfgruppe)30-150€ pro Normseite
Leichte Sprache vs. Einfache Sprache: Sprachniveau, Satzlänge, Regelwerk, Prüfung und Kosten im Vergleich

Warum verständliche Sprache so wichtig ist

Juristische Texte sind oft kompliziert formuliert, weil Gesetze präzise sein müssen – aber das bedeutet nicht, dass der Inhalt unzugänglich bleiben soll. Verständliche Sprache übersetzt die juristische Präzision in Sätze, die im Alltag nachvollziehbar sind.

Behördenbriefe

Wenn das Finanzamt, die Krankenkasse oder das Jobcenter schreibt, zählt jeder Satz. Fristen verstreichen, Widersprüche werden nicht eingelegt – oft, weil der Brief unverständlich war und die entscheidende Information im dritten Nebensatz versteckt lag.

Verträge

Mietverträge, Arbeitsverträge, Versicherungsverträge – überall stecken Klauseln, die man erst versteht, wenn es zu spät ist. Eine Erklärung in verständlicher Sprache macht sichtbar, welche Pflichten und Rechte sich aus einer Klausel ergeben, bevor eine Unterschrift gesetzt wird.

Menschen mit Migrationsgeschichte

Wer Deutsch als Zweitsprache spricht, scheitert oft an Fachbegriffen, selbst wenn die Alltagssprache bereits gut beherrscht wird. Einfache Sprache schließt die Lücke zwischen Sprachkenntnissen und rechtlichen Anforderungen, weil Fachjargon durch gängige Wörter ersetzt oder erklärt wird.

Ältere Menschen

Komplizierte Online-Formulare, lange Vertragstexte, neue Gesetze – viele Senioren fühlen sich von der Flut an Dokumenten überfordert, besonders wenn digitale Verwaltungsprozesse hinzukommen, die zusätzlich technisches Verständnis voraussetzen.

Wer braucht Leichte Sprache? Jeder 4. Mensch in Deutschland: 16,8 Mio. mit Lese-Problemen, 12 Mio.+ Deutsch als Zweitsprache, Senioren, Menschen mit Lernbehinderung

Welche Dokumente brauchen verständliche Sprache?

Juristische Texte begegnen dir überall im Alltag. Hier sind die häufigsten Dokumenttypen, die viele Menschen nicht vollständig verstehen – oft mit spürbaren Folgen, wenn eine Klausel oder Frist übersehen wird.

Mietvertrag

Kündigungsfristen, Schönheitsreparaturen, Betriebskostenumlagen – ein durchschnittlicher Mietvertrag hat 15-25 Seiten voller Klauseln, die sich gegenseitig ergänzen oder einschränken können.

Beispiel: Schönheitsreparaturen obliegen dem Mieter → Du musst selbst renovieren, wenn du ausziehst.

Arbeitsvertrag

Probezeit, Überstundenregelungen, Wettbewerbsverbote – was harmlos klingt, kann die berufliche Bewegungsfreiheit nach einer Kündigung einschränken.

Beispiel: Nachvertragliches Wettbewerbsverbot → Du darfst nach Kündigung nicht zur Konkurrenz.

Steuerbescheid

Festsetzung, Vorauszahlungen, Nachzahlungen – der Steuerbescheid ist für viele das unverständlichste Dokument überhaupt, weil Berechnungsgrundlagen und Rechtsverweise dicht aneinandergereiht sind.

Beispiel: Verspätungszuschlag gem. § 152 AO → Strafgebühr, weil die Steuererklärung zu spät abgegeben wurde.

Bußgeldbescheid

Tatbestand, Rechtsbehelfsbelehrung, Ordnungswidrigkeiten – auch bei einem einfachen Knöllchen gibt es Fristen und Einspruchsmöglichkeiten, die im Kleingedruckten stehen.

Beispiel: Rechtsbehelfsbelehrung → Einspruch ist möglich. Hier steht, wie und bis wann.

Versicherungsvertrag

Selbstbeteiligung, Obliegenheitspflichten, Leistungsausschlüsse – Versicherungsbedingungen enthalten häufig Ausnahmen, die erst im Schadensfall auffallen.

Beispiel: Grobe Fahrlässigkeit führt zum Leistungsausschluss → Die Versicherung zahlt nicht, wenn unvorsichtig gehandelt wurde.

Behördenbrief

Anhörungsschreiben, Bescheide, Verwaltungsakte – Behörden schreiben oft in einer Sprache, die selbst mit juristischer Vorbildung erst entschlüsselt werden muss.

Beispiel: Anhörung gem. § 28 VwVfG → Vor einer Entscheidung besteht die Möglichkeit, die eigene Sichtweise zu schildern.

Verständliche Sprache mit klaro.legal

Ein Werkzeug für verständliche Sprache ist bei Verträgen und Bescheiden nur dann hilfreich, wenn es das ganze Dokument aufnimmt und den juristischen Zusammenhang erkennt. Genau darauf ist klaro.legal ausgelegt: Du lädst den Brief oder Vertrag hoch, und jede Klausel wird einzeln erklärt statt der Text nur allgemein zusammengefasst.

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Dokument-Upload als PDF oder Foto, Erklärung Klausel für Klausel, 8 Sprachen, ausgelegt auf Verträge und Behördenbriefe

+ Erkennt den juristischen Zusammenhang, benennt Pflichten und Fristen einzeln, kostenlos und ohne Anmeldung
So funktioniert klaro.legal: Dokument hochladen, KI analysiert Klausel für Klausel, klar erklärt in Alltagssprache — 8 Sprachen, kostenlos, sofort Ergebnis

Beispiel: So erklärt klaro dein Dokument

Hier siehst du, wie klaro.legal einen echten Behördentext in verständliche Alltagssprache übersetzt. Der Vergleich zeigt, wie aus einem Satz voller Paragraphen-Verweise eine klare, handlungsorientierte Erklärung wird.

Original (Behördenbrief)

Gemäß § 28 Abs. 1 VwVfG geben wir Ihnen hiermit Gelegenheit, sich zu der beabsichtigten Ablehnung Ihres Antrags auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis gem. § 18 Abs. 2 AufenthG zu äußern. Die Stellungnahme ist binnen einer Frist von zwei Wochen nach Zugang dieses Schreibens an die oben genannte Dienststelle zu richten.

Klaro erklärt

Die Behörde will den Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis zum Arbeiten ablehnen. Aber bevor das passiert, gibt es die Möglichkeit, sich dazu zu äußern. Das heißt: Es kann erklärt werden, warum die Erlaubnis doch erteilt werden sollte. Wichtig: Es bleiben nur 2 Wochen Zeit ab dem Tag, an dem der Brief ankommt. Die Antwort geht an die Adresse, die oben auf dem Brief steht.

7 Tipps zum Verstehen schwieriger Texte

Nicht immer ist ein KI-Tool zur Hand. Mit diesen Strategien lassen sich auch schwierige Texte besser einordnen und verstehen.

1

Fristen markieren

Zuerst lohnt sich die Suche nach Daten und Fristen. Das ist meist das Wichtigste — wenn eine Frist verstreicht, nützen auch gute Argumente oft nichts mehr. Ein Textmarker oder ein Kreis um das Datum hilft, die Information beim zweiten Lesen sofort wiederzufinden.

2

Absatz für Absatz lesen

Der ganze Text muss nicht auf einmal gelesen werden. Es hilft, jeden Absatz einzeln vorzunehmen und sich zu fragen: Was will dieser Absatz mitteilen? Wer das macht, verliert seltener den roten Faden bei langen Schachtelsätzen.

3

Fachwörter nachschlagen

Jeder Fachbegriff, der unklar bleibt, kann wichtig sein. Möglich ist, ihn nachzuschlagen oder das Dokument bei klaro.legal hochzuladen, um eine Erklärung im Kontext zu bekommen.

4

Wer will was von wem?

Drei Fragen helfen bei der Orientierung: Wer schreibt hier? Was wird gefordert oder mitgeteilt? Was ist als Reaktion erforderlich?

5

Fristen ernst nehmen

Die meisten Behördenbriefe enthalten Fristen. Ein Brief, der nicht verstanden wird, bleibt trotzdem fristauslösend — das Datum auf dem Umschlag oder im Anschreiben zählt unabhängig davon, ob der Inhalt bereits klar ist.

6

Hilfe suchen

Verbraucherzentralen, Mietervereine, Sozialverbände — viele Stellen unterstützen kostenlos oder gegen geringe Gebühr beim Verstehen von Dokumenten und beim Einordnen von Fristen.

7

Dokument übersetzen lassen

Ein Dokument kann bei klaro.legal hochgeladen werden. Die KI erklärt Klausel für Klausel, was der Text bedeutet — in Alltagssprache und ohne Fachjargon.

Klaro Podcast: Leichte Sprache & Einfache Sprache

Warum versteht niemand Behördenbriefe – und was du dagegen tun kannst---Warum versteht niemand Behördenbriefe – und was du dagegen tun kannst---
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Dokument hochladen und in Alltagssprache erklärt bekommen

Lade deinen Vertrag, Bescheid oder Behördenbrief hoch — klaro erklärt ihn dir Klausel für Klausel in verständlicher Sprache.

Verwandte Ratgeber

Häufige Fragen zu Leichter und Einfacher Sprache

Was ist der Unterschied zwischen Leichter Sprache und Einfacher Sprache?

Leichte Sprache folgt einem festen Regelwerk (DIN SPEC 33429) und richtet sich an Menschen mit Lernschwierigkeiten. Einfache Sprache ist weniger streng geregelt und richtet sich an alle, die komplizierte Texte schwer verstehen. Leichte Sprache verwendet maximal 8-12 Wörter pro Satz, Einfache Sprache erlaubt 15-20 Wörter. Zudem wird Leichte Sprache in der Regel von Prüfgruppen kontrolliert, Einfache Sprache nicht.

Wer braucht Leichte oder Einfache Sprache?

Nicht nur Menschen mit Behinderung. Rund 16,8 Millionen Erwachsene in Deutschland haben Schwierigkeiten mit dem Lesen. Dazu kommen Menschen mit Migrationsgeschichte, ältere Menschen und alle, die mit Behörden- oder Juristendeutsch nicht zurechtkommen — de facto also ein sehr großer Teil der Bevölkerung in bestimmten Situationen.

Was kostet eine professionelle Übersetzung in Leichte Sprache?

Eine professionelle Übersetzung in Leichte Sprache kostet zwischen 65 und 260 Euro pro Normseite. Das liegt an der aufwändigen Prüfung durch Prüfgruppen aus der Zielgruppe. Einfache Sprache ist günstiger (30-150€), weil diese Prüfung entfällt. KI-Tools wie klaro.legal bieten eine kostenlose Alternative für den Alltagsgebrauch, ersetzen aber keine geprüfte Leichte-Sprache-Version für offizielle Zwecke.

Kann KI Texte in Leichte oder Einfache Sprache übersetzen?

Ja, moderne KI-Tools können Texte in verständliche Sprache umwandeln. Für offizielle Leichte Sprache (z.B. Behörden-Webseiten) ist weiterhin eine menschliche Prüfgruppe nötig, da nur sie bestätigen kann, dass ein Text die Zielgruppe wirklich erreicht. Für den Alltag – einen Mietvertrag verstehen oder einen Steuerbescheid entziffern – sind KI-Tools wie klaro.legal eine praktische und kostenlose Lösung.

Macht klaro.legal Leichte Sprache oder Einfache Sprache?

klaro.legal erklärt juristische Dokumente in verständlicher Alltagssprache. Das ist am ehesten vergleichbar mit Einfacher Sprache — aber spezialisiert auf Verträge, Bescheide und Behördenbriefe. Anders als allgemeine Übersetzer erkennt klaro den juristischen Kontext und erklärt Pflichten, Fristen und Bedeutung separat, statt nur Wörter zu vereinfachen.

Ist eine Übersetzung in Einfache Sprache rechtssicher?

Nein. Die vereinfachte Version ersetzt nicht das Original. Vor Gericht oder bei Behörden gilt immer der Originaltext. Die Übersetzung hilft dabei, den Inhalt zu verstehen, damit auf Basis dieses Verständnisses reagiert werden kann.

Welche Dokumente kann ich bei klaro.legal hochladen?

Alle Arten von juristischen Dokumenten: Mietverträge, Arbeitsverträge, Steuerbescheide, Bußgeldbescheide, Versicherungsverträge, Behördenbriefe, Mahnungen, Kündigungen und mehr. Ein PDF-Upload ist möglich, ebenso ein Foto vom Dokument.

Was ist die DIN SPEC 33429?

Die DIN SPEC 33429 ist der deutsche Standard für Leichte Sprache. Sie definiert Regeln für Wortschatz, Satzlänge, Textaufbau und Gestaltung, etwa die maximale Satzlänge, den Verzicht auf Fremdwörter und die Verwendung von Bildern. Behörden sind teilweise verpflichtet, Informationen nach diesem Standard anzubieten.

Was ist ISO 24495-1 (Plain Language)?

ISO 24495-1 ist der internationale Standard für verständliche Sprache (Plain Language). Er definiert Grundprinzipien: relevante Information, leicht auffindbar, leicht verständlich und leicht anwendbar. Einfache Sprache orientiert sich an diesem Standard, ohne ihn wie die DIN SPEC 33429 in feste Satzlängen oder Wortlisten zu gießen.

Müssen Behörden in Leichter Sprache schreiben?

Bundesbehörden müssen laut Behindertengleichstellungsgesetz (§ 11 BGG) Informationen in Leichter Sprache bereitstellen. Das gilt für Webseiten und wichtige Dokumente, etwa zentrale Formulare oder Erklärungen zu Verwaltungsabläufen. Für individuelle Bescheide (z.B. einen persönlichen Steuerbescheid) gibt es diese Pflicht bisher nicht.

In welchen Sprachen funktioniert klaro.legal?

klaro.legal erklärt Dokumente in 8 Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Türkisch. Unabhängig davon, in welcher Sprache das Dokument geschrieben ist — die Erklärung erfolgt in der bevorzugten Sprache.

Ist klaro.legal kostenlos?

Ja. Ein Dokument-Upload ist kostenlos möglich und liefert eine vollständige Erklärung in verständlicher Alltagssprache. Keine Registrierung nötig, keine versteckten Kosten.

Was passiert mit meinen hochgeladenen Dokumenten?

Das Dokument wird automatisch gelöscht. Der Text nach 7 Tagen. Der ganze Eintrag nach 30 Tagen. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Die Verarbeitung erfolgt über sichere europäische Server (AWS in der EU).

Warum ist Amtsdeutsch so kompliziert?

Behörden verwenden Fachsprache, weil Gesetze präzise formuliert sein müssen. Jedes Wort hat eine exakte rechtliche Bedeutung, und Ungenauigkeiten könnten zu Rechtsstreitigkeiten führen. Das Problem: Diese Präzision geht oft auf Kosten der Verständlichkeit. Einfache Sprache löst dieses Problem, indem sie den Inhalt ohne die juristische Fachsprache vermittelt, ohne den rechtlichen Gehalt des Originals zu verändern.

Was hat Leichte Sprache mit Barrierefreiheit zu tun?

Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Menschen Zugang zu Informationen haben. Leichte Sprache ist ein wichtiger Teil davon — genau wie Gebärdensprache oder Blindenschrift. Die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit (BFSG) macht ab 2025 verständliche Sprache für immer mehr Bereiche zur Pflicht, etwa für digitale Dienstleistungen und bestimmte Vertragsdokumente.

Dieser Ratgeber dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. klaro.legal erklärt juristische Dokumente in verständlicher Alltagssprache, bietet jedoch keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Fragen wende dich an einen Anwalt oder eine Verbraucherzentrale.